Museums- & Restaurantschiff
Das Museums- und Restaurantschiff „Marie Gerda" war das letzte Schiff, das auf der Breitenhagener Werft gebaut wurde. Im Jahr 1914 erteilte der Breitenhagener Elbschiffer August Clemens der Schiffbauerei-Firma Kretzmann den Auftrag, einen Plauer Maßkahn zu bauen.
Die Schiffbauerei hatte ihren Standort dort, wo sich heute der Pappelbestand gegenüber der Marie Gerda befindet. Während der Bauphase ging die Werft in Konkurs. Der Plauer Maßkahn lag bereits im Wasser und war von den Helgen herunter.
Damit er nicht in die Konkursmasse fiel, ließ man ihn bei Nacht und Nebel nach Barby zur Fertigstellung abschleppen.
Und: Die Marie Gerda ist nicht das Schwesternschiff der „Andrea Doria"!
Zeitreise
Vom Frachtkahn zum Restaurantschiff
- 1914 Der Elbschiffer August Clemens beauftragt die Firma Kretzmann mit dem Bau eines Plauer Maßkahns – das letzte Schiff der Breitenhagener Werft.
- 1915 Der Kahn läuft vom Stapel und wird Eigentum von August Clemens. Er trägt Getreide, Erze, Kohle, Schwefelkies, Phosphat und andere Massengüter. An Bord leben der Schiffseigner, seine Frau, seine Söhne und seine Tochter.
- 1930 August Clemens verkauft den Kahn an den Schiffseigner August Rehse, ebenfalls aus Breitenhagen. Dieser tauft ihn auf „Marie-Gerda" – nach den Vornamen seiner Frau und seiner Tochter.
- 1996 Das Schiff kehrt an seinen Geburtsort zurück und wird zum Museums- und Restaurantschiff.



